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23
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BETH HART – WAR IN MY MIND – Album und Tour @ Tempodrom
Nov 23 um 20:00

Für die amerikanische Musikerin Beth Hart läuft es gerade richtig gut. Vor allem die Fans im deutschsprachigen Raum lieben sie. Ihre Alben aus den letzten 10 Jahren landeten allesamt in den Top 20 der Album-Charts. „Black Coffee“ aus dem Jahr 2018 kam sogar in die Top 5. 

Auch live läuft es für sie so gut wie nie zuvor:

Im Juni 2019 spielte sie vor mehr als 4.000 Fans in der Verti Music Hall in Berlin. Und weil`s gerade so gut läuft, kommt sie 2020 wieder nach Deutschland und Berlin. Dann ins Tempodrom und sicher mit den Songs ihres Albums „War In My Mind“.

 Aber leider wird daraus in diesem Jahr nichts mehr.

Aufgrund der Corona -Pandemie muß die für ursprünglich 2020 geplante Tournee von Beth Hart auf 2021 verlegt werden (s. unten). Die Künstlerin bedauert dies außerordentlich und freut sich auf Ihren Besuch im nächsten Jahr. Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit für den Ersatztermin und müssen nicht umgetauscht werden.

beth hart, war in my mind, coverfoto, provogue / mascot

Das Album, das am 27. September 2019 erschien, schaffte wieder direkt den Sprung in die Top 10 der Charts.

Dafür hat sie mit Rob Cavallo (als Produzent und Co-Autor) und erneut mit Rune Westberg als Co-Autor zusammengearbeitet. Die meisten der 12 Songs hat Beth Hart aber ganz alleine geschrieben. Wer sonst wüsste denn auch, was in ihrem Innersten vor sich geht. Nicht nur, aber vor allem in den Texten des Albums präsentiert sie sich ungeschminkt wie nie zuvor. Auch die Cover-Fotos sollen ihr Innerstes widerspiegeln. Deshalb der Blitz, der in ihrem Kopf einschlägt. Im Vordergrund peitscht dazu der Regen, während es im Hintergrund schon wieder hell ist und ein Schwarm Vögel friedlich dahinzieht. All das ist Ausdruck dessen, wie es oft in Beth Harts Kopf aussieht.

Auf dem Album geht sie offen mit ihrer inneren Zerrissenheit um:

„Mehr als bei jedem anderen Album, das ich bisher gemacht habe, bin ich auf diesen Songs ganz ich selbst gewesen.“, erklärt die Sängerin. „Mein innerer Heilungsprozess hat sehr lange gedauert, doch inzwischen fühle ich mich mit meiner dunklen Seite, meiner Verrücktheit und den Dingen, für die ich mich so lange schämte, sehr wohl.“

Deshalb sollte das auch in den Bildern zum Ausdruck kommen:

„Als wir das Fotoshooting für dieses Album gemacht haben, war ich zum ersten Mal ungeschminkt und ließ nichts retuschieren.“, sagt sie. „Zum ersten Mal machte es mich nicht krank, meine eigene Stimme zu hören. Es ist einfach toll, 47 zu sein, ohne zu versuchen jünger und wettbewerbsfähiger zu wirken oder was ich dachte, alles sein zu müssen. Auf dieser Platte sagte mir etwas: ‚Lass es einfach, wie es ist‘. Ich glaube, ich mache langsam Fortschritte und nähere mich der Wahrheit. Noch weiß ich nicht, was die Wahrheit wirklich ist – aber ich bin komplett im Reinen damit.“

Auf „War In My Mind“ erinnert die Sängerin daran, dass Ihr Leben stets in Zyklen verlief:

„Die Dinge wurden gut, dann schlecht, besser und wieder schlechter. Ich habe auf jedem Album, das ich bisher gemacht habe, die Wahrheit gesucht. Diesmal bin ich der Offenheit und Verletzlichkeit meines Lebens noch ein Stückchen nähergekommen: der Liebe, meiner Sucht, meiner bipolaren Störung, meinem Vater, meiner Schwester…“

Um ihren Hintergrund und die vielen Achterbahnfahrten in ihrem Leben zu verstehen, sollte man sich die Texte ihrer Songs genauer ansehen. Sie erzählen von den Höhen und Tiefen in ihrem Leben: Von der Kindheit in den 70er Jahren in L.A., ihrer chaotischen Erziehung bis zum Verlust ihrer geliebten Schwester Sharon. Von ihren persönlichen Problemen und dem Leben, das ihr Mitte der 90er Jahre durch ihre Drogensucht entglitt. Bis hin zur Zusammenarbeit mit Joe Bonamassa und der Erlösung durch ihren Ehemann Scott und der Wiedergeburt, die sie durch die Kirche erfahren hat.

Genau darum geht es im Titelsong „War In My Mind“:

„Eines Tages kündigte Kim (ihre Pastorin) an, dass sie mich verlassen und in eine andere Kirche gehen würde. Ich begann zu weinen und zu schreien, ging nach Hause und schrieb ‚War In My Mind‘. Ich dachte, ohne sie würde ich wieder mit dem Trinken beginnen und verrückter werden als jemals zuvor. Doch sie versicherte mir, dass ich sie jederzeit besuchen könne und das tue ich bis heute ein paar Mal im Jahr.“ 

Und musikalisch?

Da reicht ihr Spektrum von gefühlvollen, teils auch sehr melancholischen Balladen über tanzbare Midtempo-Songs bis hin zu kraftvollen, mitreißenden Rocksongs. Von letzteren hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Aber das war vermutlich nicht möglich bei einem so persönlichen Album. Das wird`s vermutlich erst wieder bei den Konzerten geben, wenn sie wie im vergangenen Jahr die Bühne rockt.

"Beth HART", Konzert, Verti Music Hall, Berlin, 29.06.2019

„Beth HART“, Konzert, Verti Music Hall, Berlin, 29.06.2019

BETH HART TOURING BAND 

Jon Nichols (Gitarre), Tom Lilly (Bass) und Bill Ransom (Schlagzeug)

BETH HART – THE WAR IN MY MIND TOUR 2021

FREIBURG Zelt-Musik-Festival – 27.07.2020 – verlegt auf 01.08.2021

WUNSIEDEL – Luisenburg-Festspiele – 29.07.2020 – verlegt auf 28.07.2021

LEIPZIG – Parkbühne (Clara Zetkin Park) – 31.07.2020 – verlegt auf 26.07.2021

BERLIN – Tempodrom  – 02.11.2020 – verlegt auf den 23.11.2021

 

Quelle: Provogue /Mascot Label Group

Apr
13
Mi
ENGELBERT 2022 live in Deutschland @ Tempodrom
Apr 13 ganztägig
ENGELBERT 2022 live in Deutschland @ Tempodrom

Nach über 20 Jahren geht Engelbert wieder auf Deutschland-Tour!

Eigentlich wollte er schon im Mai 2020 für fünf Konzerte nach Deutschland kommen. Corona-bedingt mussten diese Konzerte aber genauso wie die aller anderen Künstler zunächst abgesagt werden. Dann wurden neue Termine für 2021 gefunden. Aber auch die konnten wegen der anhaltenden Einschränkungen nicht gehalten werden.

Jetzt gibt es ganz neue Termine für 2022 (s.u.).

Die romantischste Stimme des internationalen Pop, eine Stimme, die gleichermaßen Hollywood, Las
Vegas und den Broadway in sich vereint. Und dies, obwohl Engelbert, der eigentlich Arnold George Dorsey heißt, von Geburt her Brite ist.

Seit mehreren Generationen fliegen ihm die Herzen der Frauen zu, in Europa ebenso wie in Amerika. Mit über 150 Millionen verkauften Tonträgern gehört der 1936 in Indien geborene Sänger zu den erfolgreichsten Sängern aller Zeiten. Was sicher auch daran liegt, dass Engelbert seinem Stil der romantischen Liebeslieder einerseits treu blieb, sich stilistisch aber stets an die Klang-Ästhetik der jeweiligen Gegenwart geschickt anpasste. Trotzdem sind viele seiner Songs – beginnend mit seinem ersten Welthit „Release Me“ – von einer zeitlosen Grandezza, wie man sie nur von wenigen Musikern kennt.

Engelberts Karriere begann 1953 in einem englischen Pub.

Bereits drei Jahre später siedelte er in die USA um, da sein romantischer Stil des Easy Listening zu der Zeit dort mehr Anhänger fand. Stilistisch ist seine Musik zwischen Schlager, Easy Listening und Swing angesiedelt.

Da seine Karriere nur langsam in Fahrt kam, entschied er sich auf den Rat seines Managers für den Künstlernamen Engelbert Humperdinck. Bis heute agiert der Sänger weltweit unter dem vollen Namen. Nur in Deutschland lässt Engelbert den Nachnamen nach einem Rechtsstreit mit den Erben des Komponisten weg.

Kurios auch, dass sich mit der Trennung der Territorien durch unterschiedliche Künstlernamen auch die stilistische Zuordnung immer stärker trennte. Während man Engelbert Humperdinck außerhalb Deutschlands bis heute als Mann des Easy Listening und des Pop-Gesangs kennt, verortet man ihn hierzulande zumeist im Schlager.

Nachdem er sich 20 Jahre lang auf den US-Markt konzentrierte, widmete er sich erst ab Mitte der 80er-Jahre verstärkt dem deutschen Raum. Mit deutschsprachigen Alben wie „Träumen mit Engelbert“, „In Liebe – Engelbert“ oder „Zärtlichkeiten“, die allesamt zu großen Erfolgen gerieten. Auf diesen Platten arbeitete er mit Schlager-Ikonen wie Ralph Siegel, Dieter Bohlen oder Leslie Mandoki zusammen, was sein Image als Schlagersänger manifestierte.

Zuletzt gelangen Engelbert wieder zwei Alben, die auf besondere Beachtung stießen:

Zum einen das 2012 erschienene „Engelbert Calling“, auf dem die Samt-Stimme ausschließlich Duette mit Größen wie Elton John, Cliff Richard oder Olivia Newton-John präsentierte. Und zum anderen sein aktuelles Werk „The Man I Want to Be“. Eine Platte, die er seiner 2007 an Alzheimer erkrankten Frau gewidmet hat und die unter anderem mit einem Duett seiner 13-jährigen Enkelin Olivia becirct.

Mit diesem Album kommt Engelbert nun im Juni 2021 für fünf Konzerte nach Deutschland.

Engelbert – live 2022

08.04.2022 München – Kleine Olympiahalle //verlegt vom 07.06.2021 aus dem Circus Krone, bzw. vom 20.05.2020
11.04.2022 Leipzig – Haus Auensee //verlegt vom 02.06.2021, bzw. vom 15.05.2020
13.04.2022 Berlin – Tempodrom //verlegt vom 05.06.2021, bzw. vom 13.05.2020
14.04.2022 Köln – Musical Dome //verlegt vom 01.06.2021 aus dem Theater am Tanzbrunnen, bzw. vom 22.05.2020
16.04.2022 Hamburg – Friedrich-Ebert-Halle //verlegt vom 04.06.2021 aus der Laeiszhalle, bzw. vom 12.05.2020