Filmhaus Arsenal mit Museum Fuer Film Und Fernsehen in der Potsdamer Strasse, "STADTANSICHTEN", Berlin, 10.04.2020

Hautnah – Die Filmkostüme von Barbara Baum

Wann:
1. Oktober 2020 – 3. Mai 2021 ganztägig
2020-10-01T00:00:00+02:00
2021-05-04T00:00:00+02:00
Wo:
Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen
Potsdamer Straße 2
10785 Berlin

Die neue Ausstellung im Museum für Film und Fernsehen HAUTNAH – DIE FILMKOSTÜME VON BARBARA BAUM beschäftigt sich mit der Wirkung  und Bedeutung des Kostümbilds anhand der Arbeiten von Barbara Baum.

Barbara Baum ist eine der renommiertesten Kostümbildnerinnen Deutschlands. In mehr als 40 Jahren war sie an über 70 Filmproduktionen beteiligt. Und das nicht nur in Deutschland. Begonnen hat sie 1967 mit der Arbeit für Peter Lilienthal („Verbrechen mit Vorbedacht“) .

Kleider von Catherine Zeta-Jones in "Katharina die Grosse", Presserundgang am 30.09.2020, "HAUTNAH - Die Kostueme von Barbara Braun", Deutsche Kinemathek - Museum Fuer Film Und Fernsehen, Berlin, 01.10.2020 - 03.05.2021,

Kleider von Catherine Zeta-Jones in „Katharina die Grosse“, Presserundgang am 30.09.2020, „HAUTNAH – Die Kostueme von Barbara Braun“, Deutsche Kinemathek – Museum Fuer Film Und Fernsehen, Berlin, 01.10.2020 – 03.05.2021,

Bekannt wurde sie vor allem durch die jahrelange Zusammenarbeit mit Rainer Werner Fassbinder. Berühmt sind ihre Kostüme, die sie für „Lili Marleen“ oder „Lola“ entwarf. Achtmal arbeiteten beide zusammen. Aber auch mit anderen Autorenfilmern wie Peter Beauvais, Wolf Gremm, Reinhard Hauff arbeitete sie mehrfach zusammen.

Ab Mitte der 80er Jahre arbeitete sie auch für internationale Produktionen wie „Burning Secret“, „Colette“, „Katharina die Große“ oder „Das Geisterhaus“. Ihre Kleider trugen internationale Stars wie Catherine Zeta-Jones, Barbara Sukowa, Julie Christie, Faye Dunaway, Jeanne Moreau, Burt Lancaster.

Viele dieser Kostüme kann man sich jetzt in der Ausstellung ansehen.

Leider können nicht alle Kleider den Glanz versprühen, den sie im Film ausstrahlten. Das hängt zum einen damit zusammen, dass sie längst ihre Haltwertzeit überschritten haben. Viele von ihnen wurden nur für eine einzige Szene angefertigt. So wie das von Hanna Schygulla in „Lili Marleen“ oder das Krönungskleid für Catherine Zeta-Jones als Katharina Die Große. Die Meisten wandern danach in den Fundus der Werkstätten, in denen sie angefertigt wurden. Dass sie etliche Jahre später einmal im Museum ausgestellt werden könnten, war bei der Herstellung natürlich nicht von Belang. Zum Anderen herrscht im Museum auch eine ganz andere Beleuchtung als im Film.

Barbara Baum war es wichtig, Kostüme zu entwerfen, die der Zeit entsprechen, in der der Film spielt. Sie wollte den Schauspieler dadurch unterstützen, ein Gefühl für seine Rolle zu bekommen. Ihre Stoffe fand sie überall auf der Welt. Mal auf einem Trödelmarkt in Berlin, ein andermal in London oder im Nachlass des Kostümbildners von Visconti in Rom. 

Presserundgang am 30.09.2020, "HAUTNAH - Die Kostüme von Barbara Braun", Deutsche Kinemathek - Museum Fuer Film Und Fernsehen, Berlin, 01.10.2020 - 03.05.2021,

Presserundgang am 30.09.2020, „HAUTNAH – Die Kostüme von Barbara Braun“, Deutsche Kinemathek – Museum Für Film Und Fernsehen, Berlin, 01.10.2020 – 03.05.2021,

Die Ausstellung gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Raum befinden sich viele Notizhefte, Skizzen und Stoffe. Dadurch bekommt der Besucher einen Eindruck von der Arbeitsweise Barbara Baums. Im zweiten Raum sind dann die Originalkostüme ausgestellt. Dort kann man auch einige Stoffe „hautnah“ erspüren.

Für die Ausstellung arbeitete das Museum erstmals mit dem Blinden- und Sehbehindertenbund zusammen.

Begleitend zur Ausstellung wurde der Katalog „Filmstoffe – Kostüme Barbara Baum“ neu aufgelegt.

Neben zahlreichen Fotos enthält das Buch auch viele Anekdoten von Barbara Baum und ihren Weggefährten wie Hanna Schygulla, Volker Schlöndorff oder Michael Ballhaus. Interessant ist auch die Geschichte über ihre Zusammenarbeit mit Stanley Kubrick. Dazu gibt es eine sehr ausführliche Filmografie.

Der Katalog ist im Museumsshop für 24,90 € erhältlich. 

Filmstoffe

Öffnungszeiten:

Mi/Fr – Mo: 10.00 – 18.00 Uhr, Do 10.00 – 20.00 Uhr

Eintritt: 9,- € / 5,- € ermäßigt, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: Eintritt frei