JFBB - 26. JÜDISCHE FILM FESTIVAL BERLIN BRANDENBURG_2020

Das 26. Jüdische Filmfestival Berlin Brandenburg

Vom 6. bis 13. September 2020 findet das 26. Jüdische Filmfestival Berlin Brandenburg statt. 

„Jews with many Views“ ist das Motto der 26. Ausgabe des Jüdischen Filmfestival Berlin Brandenburg, das erstmals nicht nur in acht Kinos in Berlin und Brandenburg, sondern als sogenanntes „Hybrid-Festival“ auch online stattfindet. Gezeigt werden dabei 44 Spielfilme, Dokumentationen, Serien und Kurzfilme über jüdisches Leben aus aller Welt. Alle aktuellen Filme sind Welt-, Deutschland- oder Berlin-Premieren und werden vor ihrem offiziellen Kinostart gezeigt.

Vermittelt werden auch in diesem Jahr wieder Einblicke in Vielfalt und Komplexität jüdischer Kultur und jüdischen Lebens im Gestern und Heute.

Das Festival bietet eine kulturelle Plattform, die sich vehement gegen offenen, aber auch verdeckten Antisemitismus, gegen Zuschreibungen und Ausgrenzungen wendet. Besonderes Augenmerk liegt auch in diesem Jahr auf den interessanten Neuerscheinungen aus der israelischen Filmproduktion.

Eröffnet wird das Jüdische Filmfestival mit der Deutschlandpremiere von INCITEMENT (Israel 2019), Israels Vorschlag für die „Oscars“ 2020, der die Radikalisierung des Attentäters von Yitzhak Rabin beleuchtet. Der Film läuft auch im Onlineprogramm.

INCITEMENT - Jüdisches Film Festival Berlin Brandenburg 2020

Herausragend auch der ungarische „Oscar“-Beitrag THOSE WHO REMAINED (Ungarn 2019), in der die Traumata und Bewältigungsversuche zweier Holocaust-Überlebender erzählt werden – ebenfalls sowohl im Kino als auch online.

Als Weltpremiere im Kino zeigt das JFBB KISS ME KOSHER (Deutschland 2019). Die israelische Regisseurin und Autorin Shirel Peleg pointiert und demaskiert lässig das deutsch-israelische Verhältnis und spielt reichlich unkoscher mit Klischees über Liebe und Religion.

KISS ME KOSHER - Jüdisches Film Festival Berlin Brandenburg 2020

Im Kinoprogramm ist auch Bruno Ganz‘ letzter Film WINTERREISE (Dänemark, Deutschland 2019) zu finden. In dem Doku-Drama wird Georg von seinem Sohn mit seiner lang verschwiegenen Vergangenheit konfrontiert. Als junger Musiker waren er und seine Frau dem ‚Jüdischen Kulturbund’ beigetreten. Gegründet von Goebbbels Propagandaministerium diente es dazu, dem Ausland ein Fortbestehen jüdischen Lebens in Deutschland vorzugaukeln, während längst der Holocaust vorbereitet wurde. Ein Ziel, das viele Mitglieder erst zu spät erkannten. 

Die Streaming-Plattform des JFBB ist ab dem 21. August für den Ticketverkauf freigeschaltet.

Die Preise für ein Ticket rangieren von 4 – 6 Euro. Das Online-Programm steht während des gesamten Festivalzeitraums zur Verfügung. Einmal mit dem Streaming eines Films begonnen, hat man 30 Stunden Zeit, diesen zu Ende zu schauen.