Jason Mraz, Photo: Jen Rosenstein_6

LOOK FOR THE GOOD – NEUES VON JASON MRAZ

Look For The Good – Das ist nicht einfach nur der Titel des neuen Albums von Jason Mraz. Diese vier Worte stehen auch für die gesamte Lebenseinstellung von Jason Mraz. Gerade in den dunkelsten Stunden immer nach dem Positiven Ausschau zu halten, genau daran glaubt der Wahl-Kalifornier. Deshalb beginnt und endet das Album mit diesen vier Wörtern und deshalb spendet der Musiker alle Einnahmen aus dem Album-Verkauf an gemeinnützige Organisationen.

Mit Look For The Good legt Jason Mraz ein astreines Reggae-Album vor.

Was eignet sich besser als Reggae, um ein positives Lebensgefühl auszudrücken? Und damit auch nichts schief geht, hat er sich mit einem der angesagtesten Reggae- und Dub-Produzenten zusammengetan. Michael Goldwasser ist der Mann, der auch schon Matisyahu produzierte und Hits für Kelly Clarkson und Janelle Monaé abgemischt hat.

Schon 2018 haben die Beiden das erste Mal zusammen gearbeitet.

Goldwasser war für die Single-Produktion von „Have It All“ verantwortlich.

 „Ich dachte wirklich, es würde ein kleines experimentelles Nebenprojekt werden, das nicht viel Beachtung finden würde“, sagt Mraz. „Aber es ist zu etwas wirklich Schönem und Universellem herangewachsen, sowohl in seinen Lyrics als auch in seinem globalen Beat. Jeder kann zu Reggae tanzen!“

Jason Mraz - Photo by Jen Rosenstein_5


Das Album mit seinen 12 Songs teilt sich thematisch und stilistisch in zwei Seiten und vier Teile.

Seite A wirft einen aktuellen Blick auf den Zustand der Welt und reflektiert die Gesellschaft und Menschheit, während Seite B einen eher altmodischen Ansatz verfolgt – mit Wortspielen und Vintage-Reggae im Kern.

 „Bei diesem Projekt hatte ich nicht die Absicht, meine Texte, meinen Dialekt oder mein Wertesystem zu ändern“, sagt Jason. „Ich wollte einfach, dass Reggae eine Basis für die neuen Songs bildet, die ich schreibe. Ich habe nichts an meinem Stil geändert – ich singe immer noch über Liebe und Frieden. Aber Reggae ist auch historisch dafür bekannt, eine musikalische Kulisse für eine Revolution oder für Ungleichheit und Ungerechtigkeit zu bieten. Und das gibt mir den Raum, mich dieser Welt zu nähern. Reggae erlaubt mir, den Dingen, die mir wirklich wichtig sind, Leben einzuhauchen. Es klingt wie mein wahres Ich, auf das ich stolz sein kann.“

 „Jason und ich wollten ein zusammenhängendes Album machen, das einen allumfassenden Verlauf hat und nicht nur eine Sammlung großartiger Songs ist“, ergänzt Michael Goldwasser. „Wir wollten zurück zu den Tagen, als man auf Seite A einer LP eine musikalische und lyrische Reise beginnt, die auf Seite B dann in eine ganz andere Richtung geht – während beide Seiten zusammen aber als eine größere Geschichte Sinn ergeben und die Hörer und Hörerinnen direkt das Verlangen haben, die ganze Platte in einem Zug durchzuhören. So viele der Songs beziehen sich in ihren Themen und ihrer Stimmung aufeinander.“

Den Auftakt zu dieser Reise bildet das Titellied „Look For The Good“.

Ein Song mit besten Aussichten auf den Sommerhit des Jahres. Ein Titel, der uns dazu auffordert, in diesen verrückten Zeiten nicht das Gute und Positive aus den Augen zu verlieren. Im folgenden Track „Make Love (Not War)” setzt sich Jason auch mit der Hoffnung auf weniger Konflikte auseinander und fordert dazu auf, seinen inneren Frieden zu finden. Er spricht dabei auch Themen wie Waffenkontrollen, soziale Ungerechtigkeit und Umweltprobleme an. In „My Kind” erinnert er daran, dass wir alle miteinander verbunden sind. „Time Out”, das gemeinsam mit der jamaikanischen Reggae-Ikone Sister Carol aufgenommen wurde, ermuntert die Zuhörer und Zuhörerinnen zu einer Pause. Für „You Do You” holte er sich TV-Star und Stand-Up-Comedian Tiffany Haddish als Duett-Partnerin ins Studio. Und auch wenn die Beiden hier mehr rappen als singen, ist auch dieser Song von Reggae-Rhythmen durchzogen.

„`You Do You` bedeutet für mich die Versinnbildlichung dessen, woran ich glaube – nämlich, dass jeder Mensch er selbst sein und das tun sollte, was er oder sie liebt. Solange man niemandem wehtut“, ergänzt Tiffany Haddish. „Das Leben wäre so viel leichter, wenn wir uns einfach so präsentieren würden, wie wir wirklich sind. Ich glaube, es gäbe weniger Gewalt, weniger Verwirrung und weniger Depression, wenn wir nicht mehr unser wahres Ich unterdrücken müssten. Während dieser schrecklichen Pandemie sprach ich mit vielen meiner Freunde und Bekannten darüber. Ich habe bemerkt, dass viele lernen, sich selbst zu lieben und einfach näher bei sich selbst sind. Der beste Schritt dahin, tatsächlich sie selbst zu sein. Wenn das Schule macht, wird dies zu einer viel besseren Gesellschaft führen.“

Und das Jason Mraz nicht nur ein Gut-Menschen-Tun vor sich her trägt, dafür steht seine Stiftung.

Mehr als eine Million Dollar flossen bereits an Organisationen, die sich für integrative Kunsterziehung und Gleichberechtigung einsetzen. Jason Mraz wünscht sich eben, dass alle Menschen ein „…Gefühl (von) Freiheit und Freude empfinden. Ich wünsche mir das für meine Freunde, für Menschen, mit denen ich arbeite und für meine Fans.“

Kann es ein schöneres Schlusswort geben?

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JASON MRAZ – LOOK FOR THE GOOD

VÖ: 19.06.2020 digital

und: 28.08.2020 physisch

via BMG Rights Management

 

Quelle: BMG / Jason Mraz / Jen Rosenstein

© Christian Behring, 24. Juni 2020