Riesenrad im Spreepark Berlin, Berlin-Treptow, germany on march 16, 2014

SPREEPARK BERLIN – Sanierung hat begonnen

Die Sanierung im Spreepark Berlin hat begonnen! Gestern ging`s los. Der Abbau der Gondeln am Riesenrad bildete am 8. Januar 2021 den Startschuss zur Neugestaltung des ehemaligen Freizeitparks im Plänterwald.

Des überhaupt einzigen Freizeitparks in der ehemaligen DDR. Durch seine Alleinstellung übte er in der DDR eine große Faszination für die  Menschen im Osten aus. Zum großen Republik-Jubiläum 1989 wurde 20 Jahre nach der Eröffnung das Riesenrad sogar noch einmal durch ein größeres ersetzt. Die Anzahl der Gondeln wurde noch einmal aufgestockt. 40 Gondeln zum 40. Jahrestag hieß es damals.

Durch den allzu schnellen Verkauf an einen wirtschaftlich nicht potenten Betreiber wurde durch die Treuhand das Schicksal des Freizeitparks besiegelt.

Dem nun unter dem Namen SPREEPARK firmierenden Freizeitpark gingen immer mehr die Besucher verloren und der Betreiber hatte kein Geld für neue Investitionen. Über Nacht packte er seine Sachen. Er baute alle Attraktionen ab soweit es ging und versuchte sein Glück in Südamerika. Allerdings nicht nur mit legalen Mitteln. Sein Versuch als Drogenschmuggler endete dann auch im Gefängnis. Das Gelände des SPREEPARKs lag seitdem brach danieder. Lediglich im Rahmen von Fototouren konnte man den SPREEPARK als einen der sogenannten „Lost Places“ besichtigen.

Nach jahrelangem Rechtsstreit erwarb das Land Berlin 2017 den SPREEPARK wieder.

Gemeinsam mit den Anwohnern wurde im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsverfahrens ein Konzept für die neue Nutzung entwickelt. Die Eröffnung als Freizeit- und Erholungspark ist schrittweise ab 2022 geplant. Bis 2026 soll die Umgestaltung endgültig abgeschlossen sein.

Mit dem Abbaus des Riesenrads und seiner Sanierung wurde der erste Schritt gemacht zum neuen SPREEPARK. Der neue Park soll auch Platz für die Berliner Kunst- und Kulturszene bieten. Mit der Sanierung und Eröffnung des Eierhäuschens 2022 entsteht beispielsweise ein Ort für regionale, nachhaltige und preiswerte Gastronomie, Künstlerresidenzen und Ausstellungsräumen.

Das künstlerische Profil des Parks wird ergänzt durch Kunst im Raum.

Für Kultur-Veranstaltungen aller Art werden ehemalige Elemente des alten Spreeparks innovativ umfunktioniert: So wird zum Beispiel die Mero-Halle wie die ehemalige Werkhalle zur Bühne für Künstler*innen und Inszenierungen.

Bei der Entwicklung des Areals steht von Anfang an eine nachhaltige, zertifizierte Umsetzung des Projekts im Mittelpunkt. Dazu gehört auch eine verbesserte Anbindung des Geländes an moderne Mobilitätslösungen. Weg vom Auto, hin zur besseren Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Schiff, dem Rad oder zu Fuß.

Spreepark Plaenterwald, Berlin, germany on march 16, 2014 (Photo: Christian Behring, www.christian-behring.com)

Spreepark Plänterwald, Berlin, on march 16, 2014

Das Riesenrad wird wieder zum Zentrum des SPREEPARK

Voraussichtlich 2024 wird der zentrale Bereich rund um das Riesenrad fertiggestellt. Darin wird planmäßig auch wieder das sanierte Riesenrad seinen angestammten Platz einnehmen. In außergewöhnlicher Insellage und in unmittelbarer Nachbarschaft der Veranstaltungsorte Englisches Dorf und Freilichtbühne, bilden dann das Riesenrad und das schon zu Zeiten des Vergnügungsparks künstlich angelegte Wasserbecken einen Kernbereich und Hauptanziehungspunkt im zukünftigen SPREEPARK.

Da das Gelände zu großen Teilen nicht gesichert und nicht verkehrssicher ist, kann der Park derzeit nur im Rahmen der öffentlichen Führungen besichtigt werden. Wie der künftige SPREEPARK realisiert wird und welche Entwicklungsmöglichkeiten es für den Park gibt, darüber können sich Besucher*innen im Info-Pavillon informieren.

Seit dem 2. November 2020 ist Winterpause für die Führungen und den Info-Pavillon. Ab April 2021 wird es wieder Führungen geben und auch der Pavillon soll seine Türen wieder öffnen.

Die Bilder entstanden 2014 auf einer der Foto-Touren durch den „Lost Place“.

Quelle: Grün-Berlin