HILDUR GUDNADOTTIR

HILDUR GUDNADOTTIR – Ein OSCAR für Berlin

Fast unbemerkt hat sich in Berlin eine kleine aber feine Gemeinde skandinavischer Spitzenmusiker in Berlin gebildet. Neben dem preisgekrönten Klassik-Starpianisten Vikingur Olafsson und Agnes Obel gehört auch die Cellistin und Soundtrack-Komponistin Hildur Gudnadottir dazu.

Ihre Musik, die sie im vergangenen Jahr zu der Mini-Serie CHERNOBYL und zum Blockbuster JOKER beisteuerte, beförderte Hildur Gudnadottir an die Spitze der erfolgreichsten Komponisten der Welt. Zumindest was die Anzahl der gewonnenen Preise anbetrifft. Nach dem „EMMY“ gewann sie auch den „Golden Globe“ für CHERNOBYL. Mit ihrer Musik für den JOKER legte sie dann gleich nach. Neben dem „CRITICS`CHOICE MOVIE AWARD“bekam sie dafür auch gerade den „GOLDEN GLOBE“, „BAFTA“ und zu guter Letzt jetzt den „OSCAR“. Was für ein Jahr für sie!

Mit den Worten „an die Mädchen, die Frauen, die Mütter und Töchter, die hören, wie in ihnen die Musik sprudelt…erhebt eure Stimmen. Wir müssen sie hören…“ nahm die Komponistin, Cellistin und Sängerin die Auszeichnung entgegen. Sie ist die erste Frau überhaupt, die diesen Preis als Solistin gewinnen konnte.

Hildur Gudnadottir ist eine klassisch ausgebildete Musikerin.

Schon als Kind bekam sie in ihrer isländischen Heimat Cello-Unterricht. Nachdem sie ihr Studium in Reykjavik begann, schloss sie dies an der Universität der Künste in Berlin ab.  Berlin ist auch die Stadt, in der sie heute überwiegend lebt und arbeitet.

Gudnadottir arbeitet seit fast 20 Jahren mit diversen anderen Musikern zusammen. Sowohl als Cellistin wie auch als Dirigentin. Zu ihren Partnern gehören u.a. Johann Johannsson und Hauschka. Ihr erstes Solo-Album veröffentlichte sie 2006. Der dänische Thriller HIJACKING aus dem Jahr 2012 war ihre erste Arbeit für den Film. Nach weiteren Solo-Alben folgten zuletzt SICARIO2 und eben die Arbeiten für CHERNOBYL und JOKER mit diesem überragenden Erfolg. Wenn Deutschland in der „OSCAR“-Nacht auch leer ausgegangen ist, kommt so doch noch einer der Goldjungs nach Berlin.

Quelle: Deutsche Grammophon / Antje Teige Jandrik