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DIDO – neues Album – neuer Versuch

DIDO – dieser Name steht für moderne Popmusik, in der sich Trip Hop, Electro-Pop und Folk-Pop zu einem neuen, eigenen, unverwechselbaren Sound verschmelzen. Über allem schwebt diese unverwechselbare, samtweiche Stimme.

DIDO steht auch für Millionenseller, Welthits mit Charterfolgen auf der ganzen Welt. „Thank You“, „Here With Me“, „White Flag“ und „Life For Rent“ sind Titel, die wohl jeder schon mal gehört hat. „No Angel“ aus dem Jahr 2000 und „Life For Rent“ (2003) heißen die dazugehörigen Alben, die sich allein mehr als 30 Millionen Mal verkauften.

Am 8. März 2019 erschien nun ihr neues Album „Still On My Mind“. Was anderes als ein Hit-Album darf man da erwarten?

DIDO, still on my mind, cover

Eigentlich genau das nicht. Seit ihren beiden mega erfolgreichen Alben hat sie nämlich zwei Alben veröffentlicht, die, gemessen an diesen Erfolgen eher als Flop zu bezeichnen sind. „Safe Trip Home“ (2008) und „Girl Who Got Away“ verkauften sich zusammen gerade einmal 2 Millionen Mal. Und auch Single-Hits sucht man in den vergangenen 15 Jahren vergeblich.

Dafür scheint sie ihr privates Glück gefunden zu haben. 2010 heiratete sie den Drehbuchautor Rohan Gavin, ein Jahr später kam ihr Sohn zur Welt. Vielleicht machte es das für sie umso schwerer, so schöne traurige Songs zu schreiben wie noch Jahre zuvor.

DIDO, bild1_bmg

„Still On My Mind“ enthält 11 Songs, von denen bis auf die Vorab-Single „Give You Up“ alle Songs aus Feder von DIDO selbst stammen. Unterstützung erhielt sie dabei wie schon auf den bisherigen Alben in erster Linie von ihrem Bruder Rollo Armstrong, mit dem zusammen sie die meisten Songs auch produzierte.

Drei Titel stechen für mich aus dem ansonsten eher durchschnittlichen Rest positiv hervor. Der Eröffnungstitel „Hurricanes“, der einen fast hypnotisch gefangen nimmt, erinnert in der ganzen Machart fast an ihre großen Hits. Als Zweites fällt „Hell After This“ positiv auf. Wahrscheinlich, weil er so gar nicht zum Rest passen mag mit seinen elektronisch nachempfundenen Bläsern und dem simplen, stampfenden Drum-Computer. Und dann wäre da noch „Take You Home“ zu nennen, der Song, der es tatsächlich zu Hit-Ehren bringen könnte. Der einzige Titel auch, der es auf die Tanzflächen schaffen dürfte.

Aber reicht das? Müsste man von einer Musikerin, die solche Erfolge in ihrer Vita zu stehen hat wie DIDO nicht auch mehr erwarten dürfen? Ich finde schon. Dementsprechend enttäuscht bin ich von dem Album als Ganzem. Leider.

Allen treuen Fans sei noch mit auf den Weg gegeben, dass DIDO nach mehr als 10 Jahren erstmals wieder für 5 Konzerte nach Deutschland kommt:

10.05.2019 München, Zirkus Krone

13.05.2019 Frankfurt, Alte Oper

15.05.2019 Berlin, Tempodrom

16.05.2019 Hamburg, Laeiszhalle

19.05.2019 Düsseldorf, Mitsubishi Electric Halle

 

Quelle: BMG Rights Management

© Christian Behring im März 2019