23. Juni 2024
Sanft schläft der Tod

SANFT SCHLÄFT DER TOD – Ein spannendes Psychoduell

Am 7. Oktober 2017 um 20:15 Uhr zeigt das ERSTE den Psychothriller SANFT SCHLÄFT DER TOD mit Marleen Lohse und Fabian Busch in den Hauptrollen.

Zum Inhalt des Films:

Der Film beginnt eigentlich ganz harmlos: Ein Paar unternimmt mit seinen zwei Kindern einen Segeltörn rund um die Insel Rügen. Um nicht im Dunkeln am eigentlichen Zielhafen anzukommen, laufen sie am Nachmittag den Yachthafen von Binz an. Wäre da nicht diese düstere Filmmusik, so wie man sie aus Krimis und Psychothrillern kennt, könnte die Eingangsszene auch einen gemütlichen Familienfilm einläuten.

Der Schock kommt am nächsten Morgen. Die Eltern Anja und Frank wollen noch schnell etwas einkaufen, bevor die Reise weitergeht. Als sie zurückkommen, ist die Yacht weg – mit den Kindern. Sofort wird die Polizei eingeschaltet. Mitarbeiter vom LKA übernehmen die Fahndung. Schnell ist von Erpressung die Rede. Doch es werden keine Forderungen gestellt…

Dann taucht Franks alter Vater Herbert Winter auf, zu dem er vor vielen Jahren schon den Kontakt abgebrochen hat. Anja hatte er sogar erzählt, dass sein Vater tot ist. Herbert Winter glaubt, Parallelen zu einem Fall zuerkennen, den er zu DDR-Zeiten verfolgte, als er bei der Stasi arbeitete. Damals gab es auch keine Lösegeldforderungen. Damals wie heute trafen die Kinder am Strand einen Zauberer. Und auch damals hatte die Mutter rote Haare. Damals fand man die Kinder nach 30 Stunden – tot. Der Entführer jedoch blieb unentdeckt. Der Fall wurde nie gelöst…

Sanft schläft der Tod, Manfred Zapatka
Frank (Fabian Busch, re.) und sein Vater Herbert (Manfred Zapatka) müssen sich zusammenraufen. Anja (Marleen Lohse) schaut zu.

Die Fragen, die sich stellen:

Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Fällen? Was will der Entführer? Wieviel Zeit bleibt, um die Kinder zu finden?

Auf den ersten Blick ist SANFT SCHLÄFT DER TOD ein Krimi, in dem es um eine Entführung geht, auf den zweiten Blick entspinnt sich in dem neuen Film von Marco Kreuzpaintner ein spannendes Psychoduell zwischen dem Entführer und den Eltern, insbesondere der Mutter der entführten Kinder. Zwischen dem Entführer und der Polizei entwickelt sich ein Katz- und Mausspiel, bei dem der Entführer immer mehr von seinen Gegnern weiß als sie von ihm und auch noch Eltern und Polizei gegeneinander ausspielt. Und dann hat er ja auch noch die Zeit auf seiner Seite.

Neben der Entführungsgeschichte werden noch eine Reihe weiterer Themen angesprochen: So wird durch den Vater-Sohn-Konflikt auch noch ein Stück deutscher Vergangenheit aufgerollt. Außerdem kommen Themen wie Familie – Familienzusammenhalt, Treue und Untreue, Liebe, Betrug, Hass und Verrat zur Sprache.

Sanft schläft der Tod, Matthias Brandt
Die Polizei ahnt nicht, wie nahe sie dem Entführer Bernd Peters (Matthias Brandt) ist.

SANFT SCHLÄFT DER TOD ist ein dramaturgisch hoch komplexer Film, bei dem man keine Minute abschalten darf und bis zum Schluss dran bleiben muss. Bis in die Nebenrollen ist der Film hochkarätig besetzt. Vor allem Matthias Brandt als scheinbar skrupelloser eiskalter Entführer liefert eine großartige Leistung ab.

Einzig unerklärlich bleibt, warum man für die Fahrt von Binz nach Lübeck ausgerechnet einen Barkas  nimmt, wenn Zeit so eine große Rolle spielt?

Sanft schläft der Tod

Deutschland 2016, Länge: 130 Minuten

 Personen:

Frank Mendt Fabian Busch
Anja Mendt Marleen Lohse
Bernd Peters Matthias Brandt
Herbert Winter Manfred Zapatka
Finn Mendt Georg Arms
Leila Mendt Luisa Römer
Bentje Vogt Christina Große
Christoph Ninnemann Hannes Wegener
Werner Kempin Bernhard Schütz
Michael Wenning David Allers
Mirjam Nohe Helene Grass
Helga Zimmermann Rike Eckermann
Stefan Schanz Philipp Sonntag
Karl Weishaupt Hans-Heinrich Hardt
Philipp Benedikt Eugen-Daniel Krößner
Barbara Kührer Ute Willing
Max Jensen Hendrik Arnst
Jan Hus Sascha Gluth
Frau Koch Regine Hentschel

Musik: Tim Stanzel, Moritz Denis und Eike Hosenfeld
Kamera: Peter Joachim Krause
Buch: Holger Karsten Schmidt
Regie: Marco Kreuzpaintner

Quelle: Das Erste / Bilder: ARD Degeto/ndf/Repros/Esteve Franquesa Parareda

© Christian Behring im September 2017