Seit Donnerstag, 12. Februar 2026 ist das Rennen um die Goldenen und Silbernen Bären wieder eröffnet. Aber auch der Kampf um die schönsten, emotionalsten oder wichtigsten Bilder. Wobei: Der Kampf ist eigentlich schon vorher entschieden. Wenn die großen, weltweit agierenden Agenturen ihre Macht und ihr Geld nutzen, um sich einzukaufen, exklusive Möglichkeiten bekommen, dann sind die anderen Fotografen nur noch Staffage für den Bildhintergrund. Und dann müssen sie auch noch Geld bezahlen, um überhaupt dabei zu sein, obwohl sie schon lange nicht mehr Gleiche unter Gleichen sind.
Da werden die vielen Parties und Empfänge rund um die Berlinale für viele Fotografen immer wichtiger. Sie gehören ja offiziell nicht zur Berlinale. Aber die Berlinale ist immer noch das wichtigste Filmfestival in Deutschland, obwohl die Konkurrenz mit den Festivals in Hamburg, München und Saarbrücken immer näher heranrückt.
Gerade die großen TV-Sender als Auftraggeber von Film- und Serien-Produktionen wollen sich zeigen und ihre neuesten Produktionen vorstellen. Denn, was viele nicht wissen, die Berlinale ist ein großer Marktplatz. Deshalb feiern auch große Serien- und Filmproduktionen hier ihre Premiere. Und dazu gehört dann eben auch, dass man seine Stars präsentiert.
Schon seit Jahren ist die BLUE HOUR der ARD eines der Ereignisse rund um die Berlinale.
Aber auch die Streaming-Dienste wollen den Platz nicht kampflos hergeben. So gab es schon am Mittwoch, 11. Februar 2026, die Night to remember von Amazon & MGM Studios. Mit dabei waren ein Darsteller-Team aus „Maxton Hall“ mit Justus Riesner, Ben Felipe, Sonja Weißer, Runa Greiner, Eli Riccardi, Andrea Guo, Frederic Balonier sowie viele weitere bekannte Schauspieler wie Heiner Lauterbach, Michael Kessler, Misel Maticevic, Lisa Marie Koroll, Paula Kalenberg und Fiedrich Mücke. Unter den Gästen war auch der aktuelle Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. Er war dann aber auch Gast bei der ARD, und nicht nur dort. Auch bei der Fernseh-Berichterstattung konnte er sich mehrfach präsentieren.
Am Sonntag wurden bei einem großen Fototermin die EUROPEAN SHOOTING STARS präsentiert.
Weitere Event sind die BLAUE BLUME, die Empfänge der verschiedenen Bundesländer in ihren Berliner Landesvertretungen, so wie die große NRW-Party. Zu der Party in der Landesvertretung von Nordrheinwestfalen kamen mehr als 1000 Gäste. Am Montag folgten dann noch der ARTE-Empfang in den Räumlichkeiten der Akademie der Künste und der Empfang der CINEMA-FOR-PEACE-Organisation.
Bei den vielen Partys könnte man fast meinen, die ganzen Wettbewerbe und offiziellen Preise der BERLINALE werden zum Nebenschauplatz. Und irgendwie ist das wohl auch so. Das Einzige, worüber gerade berichtet wird ist die Aussage von Wim Wenders „Wir müssen uns aus der Politik heraushalten“. Die Aussage bezieht sich auf den Gaza-Krieg und den Umgang damit und das Verhalten gegenüber Israel. Von einem deutschen Jury-Präsidenten hätten viele wohl etwas anderes erwartet. Mehr als 80 Filmschaffende sahen sich aufgefordert, in einem offenen Brief ihre Kritik an der BERLINALE-Jury zu äußern. Zu den Kritikern gehören immerhin BERLINALE-Stammgäste wie Tilda Swinton oder Mike Leigh. Wie das wohl weitergeht….
Hier nun die Bilder:
Die Bilder der ARD-BLUE-HOUR:
© Christian Behring, Februar 2026





