14. Oktober 2026
"Lovis Corinth", Berlinische Galerie, Berlin, 07.10.2026

Lovis Corinth in der Berlinischen Galerie

„München war nicht der richtige Ort für mich. Angefangen hat’s erst in Berlin.“

Als Lovis Corinth 1901 an die Spree zog, war er bereits über vierzig Jahre alt. Dort entwickelte er sich von einem naturalistischen zu einem der bedeutendsten modernen Maler seiner Zeit.

Die Ausstellung präsentiert rund 80 Werke Corinths sowie etwa 30 Arbeiten seiner Schüler*innen und Zeitgenossen, darunter Charlotte Berend-Corinth, Minna Beckmann-Tube, August Macke und Max Slevogt. Neben Gemälden aus der Sammlung der Berlinischen Galerie werden hochkarätige Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen gezeigt.

Presserundgang, "Lovis Corinth", Berlinische Galerie, Berlin, 07.10.2026
Presserundgang, „Lovis Corinth“, Berlinische Galerie, Berlin, 07.10.2026

Erstmals beleuchtet die Schau, wer bei Corinth studierte, wie er unterrichtete und welche Möglichkeiten insbesondere Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Berlin offenstanden, sich als Künstlerinnen zu etablieren. Ein weiterer Schwerpunkt gilt dem passionierten Theatergänger Corinth, der ab 1903 Kostüme und Bühnenbilder für den Regisseur und Intendanten Max Reinhardt entwarf.

In der Ausstellung sind auch erstmals auch 6 der Bilder aus dem Katzenellenbogen-Zyklus in einer Ausstellung vereint. Das Ehepaar Katzenellenbogen hatte Corinth beauftragt, Bilder für ihr Speisezimmer in ihrem Landhaus zu malen.

Model des Speisezimmers im Katzenellenbogen-Haus, "Lovis Corinth", Berlinische Galerie, Berlin, 07.10.2026
Model des Speisezimmers im Katzenellenbogen-Haus, „Lovis Corinth“, Berlinische Galerie, Berlin, 07.10.2026

Mit der Ausstellung knüpft die Berlinische Galerie an eine Reihe erfolgreicher monografischer Präsentationen zur Berliner Moderne an, darunter Edvard Munch, Ferdinand Hodler und Lotte Laserstein.

Im Rahmen der großartigen Schau finden auch zahlreiche Veranstaltungen wie Lesungen oder Workshops statt. Darunter am 22. Oktober 2026 eine Lesung von Sophie Rois aus den Memoiren von Tilla Durieux, die auch von Corinth . Begleitend erschien im Hatje Cantz Verlag der Katalog „Lovis Corinth – Dann kam Berlin“ mit zahlreichen Abbildungen und Fotografien.

Die Ausstellung „Lovis Corinth. Dann kam Berlin!“ läuft vom 9. Oktober 2026 bis 25. Januar 2027.

 

© Christian Behring im Oktober 2026

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