Christopher Cross – Wer kennt ihn nicht? Oder müsste das nicht eher heißen: Wer kennt ihn noch? Aber nein, es gibt doch noch viele Fans, die ihn kennen und sehen wollen. Davon kann man jedenfalls nach dem Besuch des Admiralspalastes in Berlin ausgehen.
Das Konzert am Dienstag Abend war restlos ausverkauft!
Mehr als 1.800 Fans wollten den Superstar der späten 1970er und frühen 1980er Jahre sehen. Punkt 20.30 Uhr war`s dann soweit. Nach Band und Chor betrat auch der Sänger und Gitarrist die Bühne. Eher bescheiden und zurückhaltend, winkte dem Publikum kurz zu und ging dann ans Mikrophon. Der erste Song war dann ein noch eher unbekanntes Lied. Der Zweite dann mit „Never be the Same“ dann schon einer seiner Hits. Zum folgenden gab es dann eine Ansage, dass er vor ein paar Jahren die Lieder seines Debüt-Albums noch einmal neu, anders arrangiert, aufgenommen hat.
Mit seinem selbst betitelten Debütalbum gelang ihm 1979 ja das, was nur wenigen Musikern gelingt: Nicht nur der Durchbruch, sondern auf Anhieb der internationale Erfolg mit dem Album und mehreren Welt-Hits wie „Ride like the Wind“, „Sailing“ und „Never be the Same“. Dazu gab es 1981 auch noch vier GRAMMY AWARDS: Als erster Künstler überhaupt gewann er die vier wichtigsten Auszeichnungen in einem Jahr: Record of the Year, Album of the Year, Song of the Year, Best new Artist. Das schaffte nicht einmal Michael Jackson. Das gelang erst 2020 Billie Eilish wieder.
Es folgten weitere Top-10-Hits wie „Think of Laura“ und „All Right“. Gemeinsam mit Burt Bacharach, Carol Bayer Sager und Peter Allen schrieb er 1981 den OSCAR– und GOLDEN GLOBE-prämierten Song „Arthur’s Theme (Best That You Can Do)“. Seinen zweiten Nummer-Eins-Hit!
Danach konnte er allerdings nicht mehr an die Erfolge anknüpfen. Sein Soft-Rock war irgendwie aus der Zeit gefallen. Er musste sich Ende der 1980er Jahre auch eine neue Plattenfirma suchen, ließ sich davon aber nicht beirren und machte immer weiter.
Seit 2007 veröffentlicht Cross auf seinem eigenen Label kontinuierlich neue Musik. Acht Studioalben dokumentieren seine Vielseitigkeit, darunter zuletzt „Take Me As I Am“ (2018), das seine Liebe zu elegantem Songwriting und kunstvollem Gitarrenspiel unterstreicht.
Auch live begeistert Christopher Cross seit Jahrzehnten mit intimen, atmosphärischen Konzerten voller musikalischer Präzision, Wärme und Spielfreude. Davon konnte sich auch das Berliner Publikum überzeugen. Unterstützt von einer erstklassigen Liveband, verbindet er seine größten Hits mit ausgewählten Songs der jüngeren Schaffensperiode. Sein samtweicher Gesang sowie die unverkennbaren Gitarrenmelodien machen jedes Konzert zu einem Erlebnis für seine langjährigen Fans genauso wie für ein neues Publikum.
Nach Deutschland kam Christopher Cross 2026 für drei Konzerte.
Nach München und Frankfurt bildete das Berliner Konzert den Abschluss seiner kleinen Tour hierzulande. Ein ausverkauftes Konzert – kann man sich mehr wünschen?
Hier ein paar Bilder vom Konzert:
Quelle: Semmel Concerts
© Christian Behring im Mai 2026





