Nationalstrasse, copyright Jan Hromadko

NATIONALSTRASSE – Filmpremiere im Kino LUXE

Nach dem Coron-Lock-Down gibt es am Mittwoch, 8. Juli 2020 um 19.30 Uhr mal wieder eine richtige Filmpremiere in Berlin.

Im UCI LUXE Kino am Mercedesplatz findet die Premiere von NATIONALSTRASSE in Anwesenheit des Regisseurs Stepan Altrichter, der Filmmusiker Reento Dirks und Clemens Christian Poetzsch sowie des Produzenten Eike Goreczka statt.

NATIONALSTRASSE ist eine Deutsch-Tschechische Ko-Produktion, die von der zunehmenden Spaltung unserer Gesellschaft handelt.

Im Mittelpunkt des Films steht steht Vandam. Genau. Wie Jean-Claude VanDamme. Genau wie sein Vorbild sieht auch Vandam sich als Kämpfer. Und wie sein Vorbild zieht er in den Kampf, als er seine Lieblingskneipe bedroht sieht, weil ein Immobilienhai sie abreißen lassen will. Außerdem gehört die Kneipe Lucka, in die erheimlich verliebt ist. Also wirft Vandam alles in den Ring: Er bedroht den Grundstücksbesitzer, motzt rum in den Büros des Immobilienhais und bittet am Ende sogar seinen ungeliebten neureichen Bruder um Hilfe. Dabei sieht er gar nicht, dass der Kampf längst entschieden ist.

Der Film, der zwar in der tschechischen Heimat von Regisseur Stepan Altrichter angesiedelt ist, könnte genauso gut auch in einer deutschen Großstadt spielen. Da muss man nur auf die Proteste gegen die „Deutsche Wohnen“ in Berlin schauen.

Der Film startete offiziell am 11. Juni 2020 im Verleih von 42film. Seit 2. Juli 2020 kann man ihn in den deutschen Kinos sehen.

Stepan Altrichters gelingt das Portrait eines Mannes, der nie aus seinem Kietz raus gekommen ist. Der einerseits an grenzenloser Selbstüberschätzung leidet und andererseits total verzweifelt ist. Vandam gehört nicht „zu Denen da Oben“, zu den Bossen, Politikern oder Intellektuellen, die es geschafft haben. Aber er will auch auf keinen Fall zu „Denen da Unten“ gehören. Schließlich ist er kein Zigeuner, Flüchtling oder Obdachloser.

 

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– BESETZUNG –

Vandam – Hynek Čermák
Lucka – Kateřina Janečková
Psycho – Jan Cina
Milner Václav Neužil
Roman – Jiří Langmajer
Mrazák – Jiří Šoch

– STAB –

Regie-  Štěpán Altrichter
Drehbuch – Jaroslav Rudiš, Štěpán Altrichter
Kamera – Cristian Pirjol
Musik – Reentko Dirks, Clemens Christian Poetzsch
Schnitt – Jan Danhel
Szenenbild – Jan Pjen Novotný
Produzenten – Pavel Strnad, Petr Oukropec, Eike Goreczka, Christoph Kukula
Produktion – Negativ (CZ), 42film (D)
in Koproduktion mit ZDF – Das Kleine Fernsehspiel in Zusammenarbeit mit Arte, Czech TV
Förderung Czech Film Fund, Mitteldeutsche Medienförderung, Eurimages

 

Quelle: 42film/ negativ/ Jan_Hromadko